Rückblicke

Monatsrückblick Januar 2022 – es geht los und zwar krass und laut

Petra und Hundamor im Naturschutzgebiet am Spazieren

 

Krass und laut soll mein 2022 werden. Warum und wieso beschreibe ich in diesem Artikel der auch im Januar 22 entstanden ist. Doch im grossen Ganzen verbinde ich den Januar  in meiner Erinnerung mit Gegensätzen. Höhle und Himmel, Felsen und Stoff, Grau und Blau, Gas geben und zur Ruhe kommen. Was es  mit den Gegensätzen genauer auf sich hat, erklär ich in diesem Monatsrückblick (Morübli).

Höhle und Himmel – Grau und Blau

Das neue Jahr begrüsste uns mit einem prachtvollen Sonnentag und einem leuchtend blauen Himmel. Das sogar bei fast frühlingshaften Temperaturen. Es war herrlich mit Mann und Hund diesen wunderschönen Tag draussen in der Natur zu verbringen. Ein gelungener Start in Jahr 2022.

Hund Amor und Frauchen Petra vor einer Alphütte am Neujahrstag
Was das neue Jahr uns wohl bringt?

Überhaupt war der tiefblaue Himmel an etlichen Tagen im Januar unweit von unserem Wohnort zu finden. Leider oft verdeckt durch eine dicke Nebeldecke. Nichts desto trotz, passten hin und wieder einige Sonnenstunden in meinen Arbeitsalltag. Das ist etwas vom Schönsten wenn man sein eigener Chef ist, man kann seine Arbeit frei einteilen.

Neben der wunderschönen tiefblauen Himmelsfarbe wirken die verschiedenen Grautöne von der Hölloch-Höhle natürlich für viele Menschen etwas langweilig. Jedenfalls auf den ersten Blick…. Ich habe diesen Januar etliche Stunden im Hölloch verbracht. Schliesslich will ich ein super kompetente Höhlenführerin werden. Jetzt im Winter ist nämlich Haupthöhlenzeit. Niederschläge fallen bei Kälte in Form von Schnee auf die Erde. Dieser bleibt auf der Oberfläche und tangiert das Wassersystem der Höhle erst wenn die Temperaturen steigen und die Schneeschmelze einsetzt.

Persönlich bereitet es mir einfach unglaublich viel Freude, Menschen für die wunderschönen Details des Lebens und der Natur zu begeistern. Denn wenn man die kleinen Kostbarkeiten wahr zu nehmen vermag, sind unsere Herzen nie (lange) leer. So erzählen uns die Steine ebenso ihre Geschichte über ihr Leben wie ein schönes Stück echtes Massivholz. Das erwähne ich jetzt hier, weil genau im Januar meine Erinnerung an ein super lehr- und begeisterungsreiches Holzseminar aufgefrischt wurde. Grund war dieser Post auf LinkedIn welcher das Thema Holz und den Lebenszyklus der Bäume thematisiert. Nichts desto trotz liebe ich jedes Detail dieser verschieden Farbnuancen der Felsen und die damit einhergehende „Erdung“. Sei es Fels oder Holz, echte Natur tut einfach gut.

Petra kriecht in der Höhle durch eine Engstelle
Durchgang mit Engstelle

Noch mehr Erdverbundenheit bringt mir das Anfassen und Halten von echtem Fels. Ich mag die verschiedenen Strukturen. Manche sind rau und scharfkantig und andere durch Sand und Wasser ganz glatt geschliffen und dadurch rutschig. Es gibt so viele wunderbar verschiedene Steine. Als angehende Höhlenführerin werde ich nun ganzjährig viel Fels und Stein um mich haben 😍. Nicht nur das Klettern draussen bei Sonnenschein im Sommer sondern auch Indoor Felsklettern im Winter. 😁

Felsen und Stoff – hart oder weich und lehrreich

So daher geredet sagt man gerne, Felsen sind hart. Doch wie so vieles ist auch das relativ. 😁 Zum Beispiel löst sich Kalkstein relativ einfach auf, wenn dieser mit Calzium Carbonat (CaCo3) in Verbindung kommt. Das heisst, es können sich relativ schnell Höhlen bilden wenn es an der Erdoberfläche pflanzenbewachsenen Kalkstein hat und es immer wieder regnet. Dann nämlich sucht sich das Wasser, das durch die Pflanzen nun mit Kohlensäure angereichert ist, seinen Weg durch kleinste Gesteinsrisse. Dieses kohlensäurehaltige Wasser löst so den Kalk und die Risse werden allmählich grösser. Am Beispiel von der Hölloch-Höhle hat dieser Prozess vor rund 1 Mio. Jahren angefangen.

Kleine Steinkunde: Felsbrocken verschiedenster Art
Stein ist nicht gleich Stein

Warum ich dir das in diesem Morübli erzähle? Weil ich mitten in meiner Höhlenführerausbildung bin und einen ganzen Vortrag über das Thema Geologie und Höhle halten durfte. Das war für mich ganz schön herausfordernd. Geschätzt war das nämlich erst mein zweiter Vortrag und meine wohl erste selbstgestaltete PowerPoint Präsentation überhaupt. Den Lernstoff zu kapieren ist das eine, diesen auch weiter zu vermitteln dann eine ganz andere Challenge. Lernerfolgstechnisch wohl die beste Verankerung für einen selbst. 😅

Apropos Stoff, also nicht Lernstoff sondern echten Vorhang-/Gardinenstoff: Im Januar habe ich ganze 35 Laufmeter verarbeitet. Es hat mir wiedermal viel Freude bereitet. Und das Beste ist, meine Kunden sind begeistert von der positiven Raumveränderung durch die Vorhänge.

Vollgas geben 🚀 und entspannen 🧘🏻‍♀️ – passen ganz toll zusammen

Tatsächlich ist es bei mir so: durch gezieltes Regulieren meines Nervensystems kann ich viel ruhiger und fokussierter …. ja du hast es erraten, Vollgas geben! Und wie das Regulieren des Nervensystems geht, lerne ich in der Ausbildung zum NESC Coach.

Ein bisschen Vollgas ist es ja schon, was ich mir alles vorgenommen habe für das Jahr 2022. Dazu gehören eben gleich zwei Ausbildungen. Zum einen die zur Dipl. Höhlenführerin und zum andern die zur NESC Coachin. Bei der Höhlenführerausbildung bin ich inzwischen mittendrin und die ersten beiden Kurstag der NESC Ausbildung haben im Januar stattgefunden. Dazu sage ich nur: meeeeeega interessant und lehrreich, freue mich so richtig auf mehr.

Meine Vision ist es, diese zwei Instrumente (Höhle und NESC) und meine neu erlernten Fähigkeiten zu verbinden. Damit Menschen, sowohl bildlich wie auch in natura, in die Tiefe zu führen. Zumindest die Erfahrung von Dunkelheit und Ruhe mit darauf folgendem Gegensatz der Licht-,  Leucht- und Lebenskraft zu verbinden. So viele sind in diesen hektischen Zeiten (das kleine c spielt immer noch eine Rolle im täglichen Leben) sich selber noch fremder geworden. Da will ich Raum bieten für ein zurück ins frohe Leben.

 

Was war sonst noch los im Januar 22

  • Zum alle nötigen Techniken drauf zu haben, um eine anspruchsvolle Höhle mit Schächten sicher befahren (so sagt man zum „Höhlen-Bergsteigen“) zu können, braucht es Übung. Im OGH-Verein, wo ich Mitglied, bin legen wir grossen Wert darauf. Genial ist, dass es zweimal eine Möglichkeit gibt, um die Techniken im geschützten Rahmen ausprobieren und üben zu können. Das Üben hat mir gut getan und ich habe sogar etwas neues gelernt. Im Parcours konnte ich das, mich mit Steigklemme und Scroll selber nach unten ablassen, gleich anwenden. Das war super und die etwas weite Fahrt nach Winterthur ins VERTIC hat sich sehr gelohnt. Danke OGH für diese Möglichkeit und die kompetente Instruktion vor Ort.

 

  • Geplant hatte ich, bei Wartungsarbeiten im Biwak in der Hölloch-Höhle mitzuhelfen. Dass es dann zu einem Kreativtag wurde, war eine schöne Überraschung. Urs Möckli, der Kreator vom Höhlenbär und Autor vom Höllochbuch (Hölloch – Naturwunder in Muotathal) hatte sich entschlossen seinen Höhlenbär (Nummer 2) endlich am richtigen Platz zum Leben zu erwecken. Weil sein früherer Höhlenbär durch das grosse Eigengewicht seinen Kopf nicht halten konnte, hatte nun „der Neue“ ein Drahtgestell – Innenleben statt nur Holzverstärkungen. Auf dem Weg zum Biwak ist uns dieses Drahtgestell uns 😆. Oder anders gesagt: in eine Felsspalte abgestürzt. Da kamen dann meine Rettungsskills aus der Höhlenrettung zum Einsatz. Alles in Allem war es ein super toller Kreativtag im Hölloch.

  • Viele tolle Spaziergänge bei schönem Wetter mit herrlichen Farben und Sonnenschein. Mit unserem Hund Amor bin ich täglich mehrmals draussen. Da kriegt man das Wetter schon richtig gut mit 😁. Und wie gesagt, einige Male sind wir einfach kurz dem Nebel entflohen und in die Höhe geflüchtet. Ich bin so dankbar und enorm glücklich, dass ich mein Leben und meine Zeit selber gestalten und einteilen kann.

Aussichten auf Februar

  • Wir haben in der Höhlenführerausbildung die Aufgabe erhalten, eine Aspirantentour zu machen. Das bedeutet, wir werden zu viert auf eine vorgeschriebene Tour gehen und Beweisfotos von Sehenswürdigkeiten sammeln. Roter Zauberer oder HIBI – Himmelsbiwak sind schon mal sehr tolle Namen. Jetzt gilt es diese Örtlichkeiten auch zu finden. Von uns vier war bis jetzt dort noch keiner dort. Und ich sage dir, das Hölloch hat 214km an Gängen. Uns wurde gesagt, dass man sich sich in der Gegend wo wir hin gehen leicht verirren kann. Ich berichte dir dann im Rübli vom Februar wie es gelaufen ist, falls wir auch wieder rausfinden. 😅
  • Die ersten Praxisarbeiten mit NESC stehen auf dem Ausbildungsstundenplan. Unsere Praxislehrerin ist Olivia und ich freue mich sehr bei ihr und mit NESC ins Tun zu kommen.

 

6 Gedanken zu „Monatsrückblick Januar 2022 – es geht los und zwar krass und laut

    1. Gerne liebe Luzia, ja ich bin auch grad aufgeregt bei den paar Projekten und Ausbildungen. Das Leben is(s)t bunt – einmal mehr! ☀️

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