In diesem Beitrag erzähle ich, wie es gekommen ist, dass ich heute Vitalcoach, Höhlenführerin und Nervensystemtrainerin bin. Das ist nach einer erfolgreich absolvierten Handwerkslehre doch nicht ganz alltäglich, meine ich.
Angefangen hat meine Geschichte tatsächlich als jüngstes von acht Kindern auf einem Bergbauernhof im Herzen der Schweiz. Damals habe ich, als man mich fragte, was ich später werden will, Autorin gesagt. Heute schreibe ich immerhin Blogartikel und wer weiss, was daraus noch entsteht. Vielleicht ein Buch?… Geschichten, habe ich auf jeden Fall viele erlebt, von einigen erfährst hier gleich mehr und die anderen landen dann vielleicht wirklich mal in einem Buch.
Wie ist nun aus dem kleinen Mädchen vom Bergbauernhof eine Frau geworden, die gerne die grosse weite Welt erlebt?… Und wie kommt man vom Lederhandwerk zum Gesundheitsberuf?… Lies einfach weiter und du erfährst, wie ich wurde was ich heute bin.
Diese Themen findest du in diesem Blogartikel:
Wie war ich denn so als Kind?
Wissensdurstig, abenteuerfreudig und oft verträumt, würde ich sagen. Ich habe Bücher, respektive die Geschichten darin, regelrecht verschlungen. Oft vieles daraus nachgemacht, wie einen Club gegründet oder mit Zitronensafttinte Geheimschriften verfasst. Aufsätze und Geschichten zu schreiben, habe ich auch geliebt. Nur leider in der 7. – 9. Klasse, dafür immer schlechte Noten erhalten. Der Hauptgrund dafür war, die Rechtschreibung wurde mitbewertet. So hat auch niemand mehr daran gedacht, dass Bücher oder Texte schreiben etwas für mich sein könnte. Ich auch nicht.
Kürzlich hat meine Blogkollegin Kerstin Salvador zu ihrer Blogparade aufgerufen: Rechtschreibung und ich – (k)eine Liebesgeschichte. Da fühlte ich mich natürlich gleich angesprochen meine Geschichte, die ich oben angetönt habe, ausführlicher aufzuschreiben. Daraus wurde der Blogartikel: Rechtschreibung – und warum ich trotzdem schreibe.
Und wie war ich so als Jugendliche?
Wild, widerborstig und freiheitsliebend würde ich mich nachträglich beschreiben. Ich wollte vor allem eines, Spass haben und dazugehören dürfen. So habe ich mit 14 Jahren zu Hause so quasi die Unabhängigkeit verkündet, als ich endlich die Moped-Prüfung in der Tasche hatte. Damit konnte ich ja schliesslich das Bergdörfchen verlassen und in die Disco fahren. Ich wollte weg und mehr sehen und erleben als nur Natur, Kühe und Schweine. Ich wollte mich mit gleichgesinnten Menschen austauschen und mehr Möglichkeiten haben …. und bedauerlicherweise gab es auf dem Berg auch nicht mal nur ein einziges Pferd.
Berufslehre – was soll ich nur werden?
Na ja, meine Noten waren leider nicht so gut. Deshalb ist wohl keinem Erwachsenen in meinem Umfeld in den Sinn gekommen wäre, mir frühzeitig zu erklären, dass, wenn man zum Beispiel später Tierärztin oder Anwältin sein will, es dafür eine Matur für die Studiumszulassung und es für diese Matur, schon früh gute Noten braucht. Dieser Zug war also an mir vorbeigefahren. Vielleicht war es auch so, das das sogar jemand auf ähnliche Weise angetönt hat, nur leider war das nicht bei mir angekommen.
Ok, Berufslehre ist auch in Ordnung, nur wusste ich nicht was. Ich habe auf dem Bau eine Woche Berufsluft als Maurerin geschnuppert. Das hätte mir gefallen doch ich wollte nicht noch mehr Muskeln. Pferde-Bereiterin hätte ich gerne gemacht, da hat mir meine Schwester Anita, die genau diesen Beruf ausübte, plausibel erklärt, da rackerst du dich für „kein“ Geld ab. Besser sei etwas, wo man mehr Geld verdient und sich somit Pferde als Hobby halten kann. Dass der Bereiterberuf ein Knochenjob ist, wusste ich. Denn wann immer ich durfte und nicht auf dem elterlichen Hof gebraucht wurde, wollte ich zu ihr, den Pferden und in den Reitstall wo sie arbeitete.
In einem Büro zu sitzen, das schien mir auch zu langweilig. So bin ich quasi durch Zufall beim Beruf Sattlerin gelandet. Zufall war es, weil wir mit der Schulklasse das Eidgenössische Zeughaus in Seewen besucht haben und ich dort den Beruf Sattler, das erste Mal wahrnahm und Lederluft schnupperte. Zeughäuser sind übrigens meist grössere Anlagen, wo das Militär ihre Ausrüstungen repariert und Wehrpflichtige ausrüstet. Das Zeughaus Seewen feierte 1989 ein Jubiläum und das war für unseren Lehrer Anlass genug, uns dorthin zu führe. Er liebte das Militär, das Ordentliche und die Disziplin. Ich hingegen, hätte damals für die Militärabschaffung gewählt, wenn ich alt genug gewesen wäre. Überhaupt war ich eine Gerechtigkeitsvertreterin und ich fühlte mich damals unglaublich hilflos, als ich, für eine tags zuvor NICHT begangene Tat, genau von diesem Lehrer eine Ohrfeige, respektive ein blaues Auge gehauen bekam.
Sattlerin – mit eidgenössischem Fähigkeitsausweis
Als dann meine Mutter im Frühjahr 1990 meinte: „Petra, willst du dich nicht endlich mal um eine Lehrstelle kümmern?“ meldete ich mich in diesem Zeughaus in der Sattlerei-Werkstatt. Nach einer Woche Schnupperarbeit in dieser Sattlerei, hatte ich die Zusage für die Lehrstelle als Sattlerin.
So kam es, dass ich meine drei ausgelassensten Jahre, 1990 – 1993, tagsüber in der Sattlerei-Werkstatt, frühabends auf einem Pferd und den krönenden Tagesabschluss bei einem Ice Tea in meinem Lieblingslokal/zweiten Zuhause „dem Falken in Schwyz“, mit meinen Lieblingsmenschen verbrachte. Das war zumindest das normale Wochenprogramm. An den Wochenenden wurde gefeiert und Konzerte und Open-Air’s besucht. Das war für mich ein Wandel von Pop zu Rock Musik und von Indianer- und Hippiefeeling, durch kultige Gothik Musik zu meiner Grufti Zeit. Das Grufti-Sein ist ein Lebensgefühl und für mich hat es immer auch die Tiefe des Lebenszyklus widerspiegelt. Geboren werden, die Auf- und Abs im Leben, der Tod und die Vergänglichkeit.

Nicht zu vergessen war in dieser Zeit, die vielen Konzertbesuche bei Züri West. Züri West ist eine der erfolgreichsten Schweizer Musik Bands und Wikipedia hat das schön zusammengefasst. Gerade ihre ersten Alben waren damals noch sehr gesellschaftskritisch und das war und bin ich auch heute noch. Meine Freundin Cornelia und ich besuchten so viele Konzerte dieser Tour, dass wir sogar im Booklet des Live Albums „Wintertour “ auf einigen Bildern zu sehen sind. I would not want to have missed that, for anything in my live!
Ganz nebenbei habe ich auch äusserst erfolgreich die Berufslehre mit Bestnote abgeschlossen. Ich bin dadurch Sattlerin mit eidgenössischem Fähigkeitsausweis geworden. Den Geruch von gegerbtem Leder mag ich auch heute noch sehr.
Berufs- und Lernjahre – Schweiz 1994 – 1996
Auf meiner ersten richtigen Arbeitsstelle war ich richtig unglücklich. Das stellte ich jedoch erst im Nachhinein fest, als ich eine Stelle als Pferdepflegerin annahm. Für fast „kein Geld“, dafür glücklich mit allen anfallenden Aufgaben und den Pferden, wenigstens für eine gewisse Zeit… Damals schwor ich mir, nie mehr wo zu arbeiten, wo ich nicht glücklich bin… Und dann wurde auch dort der Chef handgreiflich. Ich sah zu, wie er meiner Mitarbeiterin so stark ins Gesicht schlug, dass sie hinfiel. Worauf ich mich aus Reflex auf den fast 2 Meter grossen Mann stürzte und ihn mit meinen Fäusten auf den Rücken hämmerte, er solle aufhören.
Kein Wunder holte mich da die Ohrfeige und das hilflose Gefühl aus der Schulzeit wieder ein. Wenigstens hatte ich dieses Mal einen echten Freund im Umfeld, der mir in der schwierigen Situation half und mit Rat und Tat zur Seite stand. Ich blieb dort auch nur noch so lange, wie ich musste. Darauf suchte ich mir wieder eine Arbeitsstelle in einer Sattlerei. Schaffte es durch diese Stelle auch endlich wieder etwas Geld zu sparen. Ich wollte reisen! Mir damit meine erste grosse Reise ermöglichen. Ziel: Amerika! Davor waren es nur Kurztrips zum Beispiel nach Venedig oder London gewesen. London war prägend und die Gothik Scene dort war wirklich echt cool. In Paris klappte es schliesslich auch mit Tickets, um meine damalige Lieblingsband „The Cure“ spielen zu sehen.
Berufs- und Wanderjahre in Amerika 1997 – 1998
Aus der schönen drei wöchigen Sommerreise durch Amerika wurde ein halbes Jahr später ein Langzeitaufenthalt von gut 1.5 Jahren. Ich flog Weihnachten 1996 hin und zurück im August 1998. Das war ein gewaltiger Schritt, stelle ich nun im Nachhinein etwas erstaunt fest. Meine in der Schweiz gelebte Freiheit tauschte ich kurzzeitig ungewollt ein, um als Kindermädchen ganz brav in einem Haushalt zu leben. Dort war die Etikette und der Schein wichtiger als das Sein. Dennoch lernte ich in der Zeit viel, auch gewisse Benimm-Regeln, das war tatsächlich auch nötig. Wuchsen wir auf dem Bergbauernhof doch recht hemdsärmlig auf, was z.B. die Tischmanieren anging. Krass zu erleben war, dass ich mich in englisch am Anfang schlecht ausdrücken konnte. Mir, die es liebt zu sprechen und Fragen zu stellen wenn ich etwas wissen will, fehlten oft die Worte. Deshalb fühlte ich mich zuerst ziemlich hilfs- und manchmal auch orientierungslos, wenn ich dann doch auszog, die City (New York) zu erkunden.
In der Schweiz war ich unabhängig gewesen. Hatte Auto, Wohnung, verdiente recht ok und tat und liess, was mir passte. In Mamaroneck, das lag mit der Bahn 35 Minuten nordöstlich von NY an der Küste fühlte ich mich die ersten Monate echt wie ein Landei, was ich ja auch war. Drei Monate später wurde es schnell viel besser mit der Verständigung, als ich Schulunterricht besuchen konnte. Dort hatten wir den Schwerpunkt English Idioms, also englische Redewendungen. Und erst Redewendungen machen eine Sprache wirklich aus. Übrigens: ich liebe Sprachen und es ist ein Geschenk und so bereichernd wenn man sich mit anderssprachigen Menschen austauschen kann.
Das mit dem Nanny-Job bei der Familie harmonierte nicht sehr gut. Ich war froh, dass ich tagsüber, während das Kind in der Schule war, auswärts handwerklich arbeiten konnte. Für mich war sehr wertvoll, dass ich mich dabei gleich im Innendekorationsbereich weiterbildete. Mit Serafina, der lieben Frau, die mir die Au-Pair Stelle ermöglicht hatte, nähte ich Vorhänge und polsterte prunkvolle Möbel. Ich bekam Einblicke und wir montierten wunderschöne Heimtextilien in diversen prachtvollen Villen, rund um und in New York City. Gratis dazu gab es viele neue Eindrücke von Einrichtungs- und Wohnideen.
Glücklich unter Pferden und Menschen
Auf dem Parkplatz vor dem Haus, wo ich mit der Familie wohnte, parkierte oft ein schöner roter Dodge Stealth (Sportauto). Gefahren wurde er von einer hübschen blonden jungen Frau. Ich sah sie jeweils von unserem Küchenfenster aus und sie wirkte sehr taff. Eines Tages trug sie Reithosen und wieder ein paar Tage später nahm ich meinen ganzen Mut zusammen und sprach sie an. Fazit: Ein etwas stotterndes Gespräch (ich) mit einer tollen herzlichen Frau, die mich sofort einlud, mit zu ihrem Arbeitsort auf die Pferdefarm zu fahren. Rate mal, wo ich ab da meinen freien Tag verbracht habe! Genau: Heritage Farms, Katonah
Kurz erzählt: arbeitete ich die nächsten 8 Monate auf dieser Farm. Lernte die amerikanische Art zu reiten und wohnte in einer WG in White Plains NY. Tasha, die taffe hübsche Frau, wurde meine beste Freundin und ich hatte wieder ein freies Leben. Zwar habe ich nie wieder körperlich so hart gearbeitet wie damals, doch war es eine geile Zeit. In den USA habe ich auch gelernt, dass 5 Tage Wochen und 4 Wochen Ferien nicht Welt sondern schweizer Standard ist und dass man sich seine Wünsche und Träume erarbeiten kann. N.B. Tasha war damals übrigens eine der Head-Trainerinnen auf dieser Farm. Sie ist heute noch erfolgreiche Trainerin von jungen Menschen und Pferden und hat ihr eigenes Show-Jumping Business in Kalifornien.
Back to Switzerland – Back to Handels-Schule 1989 – 2000
Nach gut 1.5 Jahren war für mich die Zeit gekommen, wieder nach Hause zu gehen. Meine Schwester Anita fragte mich, ob ich wieder als Pferdepflegerin bei ihr arbeiten möchte. Das war für mich ein guter Rückkehrgrund und ich freute mich, meine Familie wiederzusehen. Leider hat es dann zwischen meiner Schwester und mir, meiner neuen Reitweise und wegen dem frühen Wintereinbruch 1998 dann nicht mehr ganz gepasst.
Jedoch wurde dringend eine Barkeeperin in meiner früheren Lieblingsbar, dem „Falken“ in Schwyz, gesucht. So habe ich dort zu arbeiten angefangen. Nebenher ging ich wieder zur Schule um ein Handelsdiplom zu erlangen. Schon in meiner Lehrzeit schwebte mir nämlich „ein eigenes Geschäft“ vor. Was auch speziell war, ich träumte immer schon von Neuseeland und wusste, „bevor ich mich irgendwo sesshaft (Geschäft/Familie) niederlasse, will ich Neuseeland bereisen“.
So genoss ich 1999 mein junges Erwachsenen Leben wieder in der Schweiz. Eignete mir neue Geschäftsfähigkeiten (Handels-Diplom) an, verbrachte im Winter viel Zeit auf dem Snowboard und sparte, so gut es ging, Geld für die nächste Reise nach Übersee. Ich kaufte mir ein Around the World Ticket welches ein ganzes Jahr gültig war. Somit war mir klar, ich werde für ein Jahr die Welt bereisen. Weil Australien auf dem Weg nach Neuseeland liegt, war deshalb der erste Halt im sogenannten Down Under. Schliesslich wusste ich, es ist verdammt weit bis dahin und wer weiss, ob ich jemals wieder so weit reisen würde.
Around the World Ticket – First Stop: Australia
Australien war spannend und ich erreichte den Kontinent zwischen der regulären Olympiade und den Paralympics Ende September 2000. Ich erinnere mich nämlich, dass ich die ersten Tage mit meiner Schwester Maria in Sydney verbracht habe. Sie war dort während der Olympiade für die VIP’s zuständig gewesen und es galt für aus diesem Engagement noch einiges Abzuschliessen. Das gab mir etwas Zeit mich an den Aussieslang zu gewöhnen und dazu eine bezahlte Unterkunft und viel übrig gebliebene Schweizer Schokolade.
Einige Tage später reisten zwei meiner Freundinen für einen gemeinsam geplanten knapp dreiwöchigen Trip ebenfalls an. Wir mieteten einen Camperbus und fuhren von Sydney der Küste entlang Richtung Norden. Am unteren Ende vom Great Barrier Reef in der Nähe von Bundaberg gingen wir schnorcheln, genossen eine Wale watching Tour und beobachteten gerne all diese ungewöhnlichen und grandiosen Tiere. So haben wir ein bisschen die Ostküste von AUS erkundet bis für meine Freundinnen die Zeit für die Rückkehr in die Schweiz gekommen war.
Weil ich zwar viel Zeit für die Reise mitgebracht aber nicht so viel Geld für die lange Reise gespart hatte, wollte ich die Zeit in Australien sinnvoll nutzen. Von Jeff, einem lieben Bekannten aus Schwyz, bekam ich die Telefonnummer von Wilma die in Sydney wohnte. Mit ihrer Hilfe durfte ich für einige Wochen die Familie Worthy gegen Kost und Logis unerstützen. Ich liebe es, auf diesem Weg Menschen und ihr Leben in einem mir fremden Land kennen zu lernen. Es ermöglicht mir so viel tiefere Einblicke als wenn ich nur als Tourist ein Land bereise. Es war super dort bei der Familie. Ich durfte lernen wie das Schulsystem in einem Commonwealth Staat funtionierte und übte mich in der Freizeit im Wellenreiten (Surfen) und Skateboardfahren.
Links Verkehr – ACHTUNG!
Leider hatte ich auf der einsamen Landstrasse, nach einem Wendemanöver, die Fahrbahn verwechselt und bin auf der rechten Seite weitergefahren…. Gottlob ist der darauf folgende Unfall ziemlich glimpflich abgelaufen. Zwar bedeutete es für den VW-Bus der Familie Totalschaden , doch immerhin sind alle beteiligten Personen ohne ernste Verletzungen davon gekommen. Die Wanderung auf den Berg Mount Warning holte ich später nach. Das war dann auch meine erste Bergwanderung mit Start in einem Regenwald.
Später reiste ich nach Melbourne um etwas mehr vom Land zu sehen, respektive die schöne grosse Stadt zu erleben. Dort begegnete ich meinem zukünftigen Mann / heutigem Ex-Mann und kletterte das erste Mal in einer Sporthalle.
Neuseeland – Das Land für Outdoor-Menschen
Nach meinem 3 monatigen Kurz- und Teilbesuchs Australiens (dieser Kontient ist einfach riesig!), wollte ich endlich Neuseeland bereisen. Vom Norden in den Süden fahren und zurück. Quasi ein Inselhüpfen auf neuseeländisch. Neuseeland war schliesslich der Hauptgrund und das Hauptziel diese Trips. Natürlich habe ich das auch so umgesetzt. Dort einige Vulkäne bestiegen, Glühwürmchenhöhlen besichtigt, Snow- und Helisnowboard gefahren, einige Male Bungee gejumpt und Canyoning gemacht. Mein absolutes Highlight war die 10-Tages Rundwanderung auf Stewart Island. Eine kleine wilde Insel, südlich von Neuseeland. Mit nur einem Dorf und Hafen, daneben nur Natur pur.
Auf dieser Wanderung habe ich wunderbare Menschen kennen gelernt. Überhaupt ist das grösste Geschenk auf Reisen „Zeit“. Zeit um wundervolle Begenungen auszukosten, horizont- und herzöffnende Gespräche mit Menschen und der fantastischen Natur zu führen. Leider habe ich alle meine Mitwanderer aus den Augen verloren doch mit Bruce einen „alten, weisen Bruder“ gefunden und inzwischen leider auch verloren. Bruce war Jäger und Fischer und hat mich gelehrt, wie man Fliegen-Fischt. Es gibt sie also, die wirklich groooossen Forellen. Ich habe einige mit Bruces Hilfe gefangen und ja, auch gegessen.
Während den 5 Monaten in Neuseeland arbeitete ich zwischendurch. Ich hatte sogar drei Jobs gleichzeitig! Frühmorgens von 4:00 Uhr bis 8:00 Uhr habe ich mit Karin Hogan Rennpferde trainiert. Danach bis Mittag auf einer Rennpferdezucht die Tiere gepflegt und nachmittags in der Mata-Mata Sattlerei gearbeitet. Auch dort habe ich mir durch die Arbeit einen guten Einblick in Land und Leute verschafft.
Die Jobs habe ich genutzt um den Wechsel vom Herbst zum Winter zu überbrücken. Schliesslich wollte ich auch abchecken wie die NZ Winter so sind. Fazit oder Learning: Die Winter bringen viel weniger Schnee auf die Berge als es bei unsin der Schweiz der Fall ist. Das Pulverschneefahren ist deshalb eine Angelegenheit mit vielen Steinen. Übrigens habe ich in NZ das erste Mal einen Snowboardhelm gekauft und von da an auch immer einen getragen.
Neben allem wurde mir bewusst, es kommst sehr darauf an, wo auf der Welt du deinen Lebensunterhalt verdienst. Ist der Verdienst dort zwar gut, doch die Landeswährung gegenüber den grossen Dollars, Euros etc. schwach, kommst du von dort fast nicht mehr weg. Das heisst, wenn du Urlaub in der alten Heimat machst willst, wird das ausserordentlich teuer.
Zurück in der Schweiz – zurück zum Handwerk
Wieder in der Schweiz habe ich mein erstgelerntes Handwerk wieder aufgenommen. Genaugenommen zwar mehr Sessel gepolstert und Vorhänge genäht als gesattlert und nebenher die Ausbildung zur Innenarchitektin an der Neuen Kunstschule in Zürich absolviert. Farben und Texturen zu kombinieren und praktisches mit Ästhetik zu verbinden, finde ich einfach toll. Ein Flair und Auge für das Schöne ist uns Geschwister wohl durch unsere Eltern mitgegeben worden. Mein Vater erfreut sich noch heute mit über 89 an schönen Blumen (und Frauen).
Was meine wahre Stärke ist, das hat mir damals ein Arbeitsgeber offenbart, wo ich als Vorhangnäherin gearbeitet hatte „Petra, deine Stärke ist die Beratung und der Verkauf.“ Ich darf heute sagen, ich liebe die Beratung und stehe dazu, dass ich auch gerne verkaufe. Vorallem dann, wenn ich für liebe Menschen das für sie Passende ermitteln und ihnen so einen Mehrwert und echten Nutzen ermöglichen kann.
Später war ich während 14 Jahren als Innerarchitektin für das tolle Möbelhaus Riesen in Brunnen SZ tätig. Leider hat diese Geschäft, ca. 4 Jahre nach meinem Abschied, seine Tore geschlossen. Ich habe es geliebt und liebe es auch heute noch, Menschen zu befragen und aus ihnen ihre Bedürnisse und Träume herauszukitzeln. Oft wissen Menschen nämlich gar nicht was sie genau wollen oder suchen, dafür aber was sie nicht (mehr) wollen.
Schwerpunkt Verschiebung – vom Aussen ins Innen
In der Zeit von 2002 bis 2007 erfuhr ich, was es bedeuten kann, krank zu sein. Es betraf mich persönlich als Partnerin und Ehefrau, als mein damalieger Mann einen kompletten Zusammenbruch durchlebte.
Wenn man gesund ist hat man tausend Wünsche, wenn man krank ist nur noch einen.
Es ist krass mitzuerleben, wie ein toller junger Mann, plötzlich nervlich und körperlich zerbricht. Natürlich hätte es im Vorfeld Anzeichen gegeben, im Nachhinein ist man immer weiser, aber für mich kam dann alles völlig überraschend.
Weil es oft schwierig ist, besonders für sehr schlaue und gebildete Menschen mit solchen Situationen umzugehen, wird das Umfeld stark belastet. Naja, das Umfeld war zu der Zeit hauptsächlich ich. Damals war mein Exmann erst frisch in der Schweiz und er hatte sich noch keinen echten Freundschaftskreis aufgebaut. Ich würde auch sagen, Freundschaften passieren hier in der Schweiz nicht so schnell und leicht wie im Gegensatz vielleicht zu Amerika. Doch wer hier richtige Freunde findet und eine echte Freundschaft aufbaut, findet hier Freunde fürs Leben, doch das benötigt etwas Zeit.
Die Monate nach dem Zusammmenbruch waren richtig schwierig. Nervlich lief ich durch die Umstände völlig am Anschlag. Dazu kamen finanzielle Nöte. Es ist nicht einfach, zu zweit von einem 80% Lohn einer Vorhangnäherin zu leben. Vorallem dann nicht, wenn man sich davor ein grosses Manager-Salär gewohnt war. Wir hatten also immer viel Monat am Ende des Geldes übrig und permanent grossen Stress.
Damals war meine ganze Schulterpartie so verspannt und hart, gerade so, wie ein Schweizer Bergmassiv aus Granit. Ich musste echt in die Massage, es schmerzte so stark! Heute weiss ich, dass die Therapeutin absolut richtig gehandelt hat, als sie mir ans Herz legte, einen B-Vitaminkomplex über längere Zeit einzunehmen. Ich spürte schnell eine Verbesserung für meine Nerven und auch die Nackenschmerzen wurden besser.
Nahrungsergänzungsmittel eine Möglichkeit für vieles
Geld hatten wir nie genug und wo sollte ich nun auch noch welches für meine Gesundheit und kostspielige Nahrungsergänzungsmittel (NEM) hernehmen? …
Ist es nicht bei allen Menschen so, wenn wir etwas wirklich wollen, suchen wir nach Möglichkeiten und wenn nicht, sehen wir nur Probleme? Ich funktioniere jedenfalls so.
Ich beschloss, mit dem Rauchen endgültig aufzuhören. Ich wollte von nichts und niemandem mehr abhängig sein und habe dieses Bedürfnis verwirklicht. Vorangegangen waren unzählige frühere Versuche mit dem Rauchen aufzuhören und doch hatte ich immer wieder angefangen. Gewonnen habe ich vielfältige und tiefe Erfahrungen im Umgang mit der Droge Nikotin, wie diese Substanz den Körper beeinflusst und was Nikotinenzug mit einem macht.
Das eingesparte Geld verwendete ich für zusätzliche NEM und siehe da, langsam kam meine Lebenskraft und die Energie zurück. Meine alten frohen Lebensgeister erwachten und ich beschloss mein Leben wieder in meine eigenen Hände zu nehmen und es zu leben.
Mein damaliger Mann, war soweit gesundheitlich wieder in Ordnung und zurück im Berufsalltag. Die Auflösung der Ehe folgte erst nach einem längeren Trennungsprozess. Ich verstehe heute aus eigener Erfahrung, wie massiv und facettenreich uns Krankheiten und der hoffentliche Genesungweg beeinflussen. Es können daraus tiefe Spuren in Beziehungen entstehen.
Irgendwie waren wir beide froh. Ich glaube, manchmal passt es einfach nicht.
Es ist konstruktiver, etwas Unpassendem ein Ende zu setzen, als etwas Totes wiederbeleben zu versuchen.
Auch in dieser anspruchsvollen Zeit war ich froh, meinem Körper neben einer gesunden Basisernährung zusätzlich mit NEM genügend Nährstoffe zur Verfügung stellen zu können. Längst hatte ich auch die Möglichkeit genutzt, mir die Produkte rückzufinanzieren. Schliesslich war ich begeistert von der Wirkung und wenn ich begeistert bin, erzähl ich es gerne weiter. Deshalb bin ich 2006 Partner der Firma PM-International geworden und stehe heute voll und ganz hinter den Produkten und dem Vertriebsweg Networkmarketing, als damals. Begeistert bin ich nicht nur von den immer noch besseren und wirksameren, natürlichen Produkten. Mich Überzeugt die Sicherheit, Seriosität und Zuverlässigkeit die die Produkte und Firma durch unzählige, unabhängige Prüfstellen und Zertifikate bietet. Als unabhängige Vertriebspartnerin konnte ich damals wie heute, in meinem eigenen Tempo arbeiten. So habe ich mir einen Plan B aufgebaut als Plan A noch funktioniert hat.
Aus Pan B wird Plan A – Gesundheit ist das höchste Gut
Mein Plan A war das Handwerk und die Innenarchitektur. Unzählige Male durfte ich für liebe Menschen schöne Wohnungen und Häuser einrichten. Ich habe es geliebt und mag schöne Kombinationen und Dinge auch heute noch. Ich freue mich, wenn ich etwas Schönes betrachten darf und ich weiss, wie gut es sich anfühlt an einem Ort wohnen zu dürfen, wo man sich aufgehoben und sicher fühlt. Stimmt das Zuhause, ist es ein Ort zum Auftranken.
Doch was nützt dir das schönste Zuhause, wenn dein Körper sich müde, antriebslos oder sogar kaputt anfühlt? Dann sind die hübschen Dinge plötzlich unwichtig, nicht wahr?
Ähnlich sehe ich es beim Arbeiten und dem Arbeitsort. Ich bin der Meinung es soll eine win-win Situation sein für den Arbeitgeber wie auch dem Arbeitsnehmer. Wertschätzung, Anerkennung und Entwicklungsmöglichkeiten gehören dazu wie auch ein zuverlässiges, exaktes und gutes Arbeiten. Dann es konstruktiv und es hat Zukunft für alle Seiten.
Eine berufliche Entwicklungsmöglichkeit am Ort wo ich über 10 Jahre gearbeitet hatte, bestand leider nicht. Ich machte mir also Gedanken und realisierte, dass ich bereits einen perfekten Plan B in der Tasche hatte! Mit der Firma PM-International konnte ich doch genau das ausleben, was ich wollte! Nämlich, ein Team aufbauen, leiten und begleiten.
Also legte ich nebenberuflich los und baute mein Netzwerk weiter aus. Ich informierte Menschen über ihre Möglichkeiten wie sie ihre Gesundheit fördern oder erhalten können. Wie sie zu einem aktivieren Stoffwechsel, mehr Energie und auch selber von einem Plan B profitieren können. So wurde aus meinem Plan B mein Plan A.
Körperliche und geistige Gesundheit, zwei Bereiche die wichtig für ein glückliches Leben sind
Seit dem Zusammenbruch meines damaligen Partners und heute, sind über 20 Jahre vergangen. In dieser langen Zeit, habe ich mir ein umfangreiches Wissen im Bereich Gesundheit und Longevity aufgebaut. Seit Januar 2019, stelle ich mein gebündeltes Wissen und Können über meine Firma Petra machts GmbH, dir und anderen gesundheitsbewussten Menschen, zur Verfügung..
Angefangen habe ich mit einer Ausbildung zur klassischen Ganzkörper Masseurin. Ich finde, das wäre etwas, was jeder Mensch einmal lernen und dieses später in seinem Umfeld wohltuend weitergeben sollte. Denn über den Körper passiert so viel mehr als wir im ersten Moment vielleicht denken.
Dazu kam ein Kurs in der Methode der Wirbeltherapie nach Dorn und Breuss. Von dieser sanften Technik bin ich auch heute noch sehr begeistert. Ich bin dadurch und mit regelmässigen Massagen auch meine eigene Skoliose losgeworden. Ok, fairerweise sollte ich erwähnen, ich habe meinen Körper und Geist parallel mit der Therapie PSE unterstützt. PSE steht für Psychosomatische Energetik nach Reimar Banis und Ulrike Güdel. Ich bin auch heute noch von dieser Möglichkeit begeistert und verweise nach Anfrage, gerne an zwei praktizierende Therapheuten weiter.
2006 habe ich mich zur Vitalstoffberaterin ausbilden lassen und besuche seither jährlich mehrere Weiterbildungsseminare. Menschen zu mehr Lebensqualität führen, bis sie wieder vital, schmerzfrei oder wieder voll leistungsfähig sind, bereitet mir täglich grosse Freude.
Einige 10-tägige Vipassana Meditationsseminare haben mich nicht nur an schöne Orte im asiatischen Raum gebracht, sondern mir die innere Ruhe gezeigt. Das ist ein wahres Geschenk, welches ich mir immer wieder selbst bereite: Durch Meditation den quirligen Geist in die Ruhe zu leiten und mich im Hier und Jetzt wahrzunehmen.
Später kam die Ausbildung zum Access Consciousness Practicioner dazu. Bei dieser Methode arbeitet man als Bars Practicioner mit Hilfe von definierten Akkupressurpunkten und Energie-Lösungsätzen, sowohl körperlich manuell, wie auch geistig mental. Das Ergebnis ist quasi eine Neutralstellung des Klienten / der Klientin, damit diese:r daraufhin wieder frisch entscheiden kann, was und wie sie sein möchte.
Die Coachingausbildung NeuroEmbodied Soul Centering® – Die NESC Coaching Methode, welche das Nervensystem und die neuronalen Verbindungen pflegt, habe ich 2022 abgeschlossen. Mit den gelernten Techniken und Tools begleite ich heute Menschen aktiv, die ihre Nervensystem pflegen und stärken wollen und bereit sind, ihr Leben und Wohlbefinden bewusst in ihre eigenen Hände nehmen.
Als Höhlenführerin SSH (Schweizerische Schule Höhlenbefahrungen Hölloch) bin ich seit Frühjahr 2022 zertifiziert. Ich liebe es, Menschen in „Mutter Erde“ hineinzuführen und dort zum Spüren und Sehen aufzufordern. Es ist jeweils ein kleines Abenteuer, Menschen erfahren zu lassen, dass beides auch ohne Licht möglich ist. Menschen die Möglichkeit bieten, sich wirklich mit der Erde zu verbinden und wieder ruhig werden und einfach sein zu dürfen, bereitet mir grosse Freude. Tief in mir drin habe ich wahrscheinlich eben schon dieses „Gruftie-Gothik-Gen“. 😆 🦇

„Es bereitet mir einfach unglaubliche Freude, Menschen auf ihrem Weg zu begleiten. Früher war es mit dem schön eingerichteten Zuhause. Heute, wie sie wieder energievoll und mit so viel mehr Lebensqualität ihr Leben wirklich aktiv leben und geniessen können.“
Ein echter Merhwert für meine Klienten, kann ich seit 2023 und meiner Ausbildung zur Quantenresonanz-Analystin an bieten. Mit dem Vitaldatenmessgerät wird über Resonanzwellen gemessen, was sich im Körper auf Zellebene zeigt. Die Ergebnisse analysiere, erkläre und bespreche wir anschliessend und auf Wunsch zeige ich mögliche Lösungswege auf. Das passiert meisst direkt vor Ort und nach der eigentlichen Messung – oder bei Zeitnot per Zoom und remote.

Mit auf deinen Weg
Zwei Zitate von zwei Menschen und eine Frage von mir, möchte ich dir mit auf den Weg geben.
Von Arthur Schoppenhauer, ist diese Weisheit, die mich vom Aussen zum Innen gebracht hat:
Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts.
Und nachfolgende Worte kamen von Michael Ende der das Buch Momo schrieb und ich fühle es genau so:
Alle Zeit, die nicht mit dem Herzen wahrgenommen wird, ist verloren.
Im hektischen Alltag vergessen oder verlernen wir oft „mit dem Herzen wahrnehmen“ . Ich wünsche dir unendlich viel Zeit und unzählige schöne Momente, welche du mit deinem Herzen wahrnehmen kannst. Und dass du dich immer für dich und deine gute Gesundheit einsetzten vermagst.
Da bleibt noch meine Frage an dich: Ist nicht Gesundheit, gleich neben der Zeit, die wichtigste Währung?

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Über mich: Seit 2019 nehme ich Menschen als Petra machts mit, zum «Abenteuer – Gesund – Sein». Meine Intension ist, Möglichkeiten und Hand zu reichen damit Vitalität, Freude, Freiheit, verbunden sein mit sich selbst und anderen sowie auch eine Abenteuerlust wieder gespürt und gelebt werden kann. Gerade dann, wenn alles im Aussen ist, gehe ich mit dir in die Tiefe. Touch ground – erden, wahrnehmen was ist, das setzte ich am liebsten beim «Day out & off» in einer Höhle oder bei deiner persönlichen Vitaldatenanalyse um.
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