Gedanken zum Thema

Aprilscherz – warum wir unser Haus doch nicht schwarz gestrichen haben

Haus in hellgrau

Task fulfilled, gestern ging mein erster Aprilscherz online. Ein grosses Dankeschön geht hier an die Ideengeberin, Buddy Ingrid Holscher aus The Content Society und an Kai Zumkemi für die Fotos und deren Bearbeitung. Ohne euch wäre ich erstens nicht auf die coole Idee gekommen und zweitens hätte es mit der Umsetzung gehapert.

Was dennoch alles wahr ist zum Thema Farbe und zu uns:

Ammenmärchen: Weiss = weit oder Schwarz = drückend

Weiss macht weit, ist das so?

Über viele Jahre wurden wir gelehrt, dass weisse Decken den Raum höher wirken lassen. Oder dass es sogar den Effekt verstärkt, wenn zusätzlich zur Decke auch etwas vom oberen Bereich der Wand mit gestrichen wird. Natürlich habe auch ich das geglaubt. Schliesslich habe ich diese Aussage ausser aus dem Mund vom Lehrer auch in Fachzeitschriften gelesen. Seit einigen Jahren besuche ich regelmässig Aus- und Weiterbildungen zum Thema Farbe. Inzwischen habe ich meine Meinung revidiert und zwar, weil ich genug Beispiele gesehen habe, die die alte Annahme als nicht richtig zeigen.

Angefügt habe ich ein Modellbild. Das ist eines der Beispiele die ich meine. Im rechten Bild kommt mir die Decke optisch ganz klar entgegen. Wie nimmst du das Beispiel wahr?

Modell kt color®
Weiss an der Decke = Wirkung
Modell und Bild: kt color®
Schwarz wirkt drückend, stimmt das?

Wenn weiss nicht weitend ist, sondern dem Auge entgegen springt, was passiert dann mit den dunklen Farben? Ganz einfach: sie lassen das Element in den Hintergrund rücken. Mit diesem Wissen und passenden Farben können wir effektiv kleine Räume und auch schmale Gänge optimieren. Wir können mit dunklen oder dunkleren Tönen optische Tiefe schaffen und wie gesagt, auch Elemente in den Hintergrund rücken.

Klar wird die Farbe Schwarz in Räumen eher selten verwendet. Es braucht eben schon auch eine Portion Mut diese einzusetzen. Oft auch deshalb weil wir  zu Schwarz verschiede Assoziationen haben, z. B. dass in unseren Breitengraden Schwarz als Farbe für Trauer steht. Nichts desto trotz, gibt es so viele herrliche Nuancen von Schwarz. Speziell die Farben mit den Naturpigmenten aus der kleinen Handmanufaktur von Katrin Trautwein, schimmern und leuchten wie es eben nur natürliche Pigmente vermögen. Zum Beispiel deren tiefdunkles Blauschwarz vermag die Flächen völlig samtig und tief wirken lassen. Oder eine dunkle Wandfarbe bringt die davor stehenden Elemente erst richtig gut zur Geltung.

dunkle Wand bringt davor stehendes zur Geltung
dunkle Wand bringt davor stehendes zur Geltung
Foto und Modell: ktcolor®

Aus diesen Gründen ist unser Haus schwarz: was ist wahr? durchgestrichen = frei erfunden, normal Schrift = ist so, kursiv = wäre wohl wirklich so

  1. Wir haben unser Haus aussen schwarz streichen lassen, damit es weniger auffällt. Wie erwähnt lassen dunkle Farben das bemalte Element in den Hintergrund treten. Das wiederum spiegelt die Persönlichkeiten der Bewohner.
  2. Auf schwarz zeichnen sich die Luft- und Regenverschmutzungen weniger ab als in hellen Tönen.
  3. Mit der gewonnen Wärme können wir gleich zwei Fliegen auf einen Schlag fangen: im Winter Heizkosten sparen, im Sommer das Wasser aufheizen.
  4. Ich als Farbdesignerin und der Sohn meines Partners als angehender Architekt, lieben schwarz und die verschiedenen Nuancen davon.
  5. Als ehemaliger Grufti (Gothik & New Wave Musik Liebhaberin) gibt es mir einfach ein Gefühl von Heimkommen.
  6. Höhlenforschen ist das Hobby von meinem Partner und mir. Beim Herangehen zum Haus können wir jetzt jeden Tag in unsere eigene Höhle eintreten.
kleine Pause nach Höhlentour
kleine Pause nach der Höhlentour

Das Höhlenforschen und Höhlenbegehen ist bestimmt nicht jedermanns Sache und das ist gut so. Dennoch hoffe ich mit meinen Ausführungen dem einen oder anderen Mut zu etwas mehr, auch dunkler, Farbe gemacht zu haben.

Das Leben is(s)t bunt ☀️ Petra machts Gmb

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