Warum ich meine Meinung über künstliche Hormone geändert habe

Petra Büeler lehnt am Geländer. Hinter ihr der Veirwaldstätter-See. Bildschrift: Meinung geändert - künstliche Hormone bieten Lösungen

Künstliche Hormone einnehmen ist schlecht für die Gesundheit. Das habe ich geglaubt, bis ich 51 Jahre alt war. Lieber nur pflanzliche Supplemente nutzen, das war meine Devise.

Wie es dazu kam, dass ich meine Meinung über künstliche Hormone für Frauen geändert habe

Wie die Menopause jede Frau irgendwann erwischt, hat mich die Abänderungsphase nun ebenfalls erreicht. Sie kam langsam angeschlichen, klopfte an meine Tür und ist letzten Herbst vollständig eingezogen.

Gerade passend dazu, hatte ich einen wunderbaren Gesprächs-Austausch mit Inma Navas. Sie ist Macrobiotic Health Counsel und Health Coach und spezialisiert für Frauen 40+. Wir hatten uns 2024 bei einem 10-Tage-Meditations-Seminar kennengelernt und uns seither das erste Mal wiedergetroffen. Auch Inma ist wie ich 40+ und wir wissen beide, was abgeht in der hormonellen Abänderungsphase. Dazu tauschen wir uns beruflich und privat mit vielen Frauen aus, weswegen wir wissen, wie richtig schlimm es die eine oder andere von uns hormonell hat. Diese Phase bringt nicht nur klimatische Veränderungen, sondern auch Veränderungen in der Schlafqualität, dem Lustempfinden und die Auswirkungen auf Haare, Schleimhäute und Stimmung sind oft gravierend.

So kam ich von dem Treffen später an diesem Abend nach Hause. Es war bereits ruhig und dunkel in unserem Haus. Natürlich kam mich Amor, unser Hund, kurz begrüssen und hat sich aber gleich wieder nach oben ins warme Bettchen verzogen. Als ich das Licht über unserem Essstisch anmachte, ist mir gleich dieses orange Buch aufgefallen. Wie hätte es das auch nicht können, es leutet orange. Ich mag Orange und ich liebe Bücher, so habe ich gleich zu blättern angefangen!

Etwa 1.5h später, nachdem ich das Buch quer durchgelesen hatte, und dabei mein Gute-Nacht-Getränk getrunken habe, bin ich dann doch endlich ins Bett gegangen. Zwar war ich noch ganz aufgeregt von dem ganzen neuen spannenden Wissen, welches ich an diesem Abend aufgesaugt hatte. Verständlicherweise konnte ich deswegen auch nicht gleich einschlafen. Instinktiv wusste ich, dieses Buch ist ein „Schlüssel“ und ein Geschenk für uns Menschen und ich werde es in den nächsten Tagen noch komplett, von vorne nach hinten, durchlesen!

Dr. med. Helena Orfanos-Boeckel schreibt im orangen Buch über Nährstoff- und Hormontherapie
DAS orange Buch von Dr. med. Helena Orfanos-Boeckel; Nährstoff- & Hormontherapie, Der Präventions-Leifaden; welche Laborwerte frühzeitig auf Erkrankungen hinweisen und wie Sie diese optimal einstellen; Ihr Diagnostik- & Therapieplan für ein langes gesundes Leben

Dr. med. Helena Orfanos-Boekel hat meine Meinung mehrfach beeinflusst

Vorneweg, die Frau Doktor, die das orange Buch geschrieben hat, kennt mich nicht. Das, was ich hier schreibe, ist nicht von ihr bezahlt oder gesponsort, sondern, meine Meinung und Begeisterung aus vollem Herzen.

Dieses „orange“ Buch, respektive die Expertise von Frau Dr. med. Helena Orfanos-Bockel hat mich überzeugt. Ich, die wenig von Blutmessungen gehalten habe, konnte so erfahren, es gibt diese Ärzte doch! Die Ärzte, die wirklich genau schauen und genug wissen und deswegen auch den ganzen Menschen betrachten, wenn sie ihn vor sich haben. Und es gibt diese eine Ärztin, die 30 Jahre Erfahrung im Blutlesen hat und diese mit uns in ihren Büchern teilt. Übrigens ist sie auch eine der Ausbilderinnen die Inma Navas in ihrer Ausbildung hatte.

Hormonelle Verhütung ist nicht gleich künstliche Hormone

Meine Meinung über künstliche Hormone habe ich inzwischen geändert. Ich finde nun nicht mehr alle Pillen „böse“. Ja, das ist wegen des orangen und auch wegen den beiden anderen Bücher, die Dr. med. Helena Orfanos-Boekel geschrieben hat. Die Frau Doktor erklärt nämlich gründlich, warum die meisten von uns immer noch die Meinung haben, Hormone sind böse. Die meisten von uns wissen eben nicht, dass das, was wir die letzten Jahre als Hormone bezeichnet haben, tatsächlich keine Hormone sind. Es sind starke Medikamente, die in unseren Hormonhaushalt eingegriffen haben. Diese Medikamente und Mittel, die ich immer noch als ziemlich „böse“ betrachte, werden von den meisten Menschen einfach „die Pille“, „Minipille“ oder „Spirale“ genannt.

Obwohl ich diese Verhütungsmittel durchaus auch gerne für mich genutzt hatte, war mir klar, sie sind nicht ungefährlich. Auch ich hatte in jungen Jahren geraucht und es war mir bekannt, dass diese Medikamente das Thromboserisiko erhöhen und auf unsere Gefässe einen schlechten Einfluss haben. Was sie allerdings auch sonst in unseren Körper anstellen, war mir nicht bewusst gewesen.

Was mir bis vor kurzem nicht klar war:

Unsere weiblichen Hormone benötigen wir, damit unsere Knochen, Gefässe und unsere Stimmung, normal und gut sein können.

Künstliche Hormone werden auch bioidentische Hormone genannt

Künstlich hergestellte, bioidentische Hormone haben keine der Nebenwirkungen, die die Verhütungsmedikamente wie „die Pille“ und Co. haben. Durch die aufklärenden Bücher von Dr. med. Helena Orfanos-Boekel habe ich das zu unterscheiden gelernt. Der Grund ist einfach, bioidentische Hormone bringen einfach die Substanz wieder in den Körper, die der Körper eigentlich selbst produzieren würde, wenn er denn noch könnte.

Fakt ist, dass bei jeder Frau, bei manchen schon gegen Ende 30, die Zyklen, wo wirklich ein Ei heranreift, nicht mehr monatlich passieren. Das hat einen massiven Einfluss auf den bereits natürlichen, wechselnden Hormonspiegel im Zyklus. Zwar erfolgt die Regelblutung wie üblich monatlich, aber ohne Eiproduktion produziert der Körper wenig Progesteron. Deswegen gibt es viele Frauen, die bereits vor der Menopause massiv unter hormonellen Schwankungen leiden, was sich oft als Schlafstörung, Insulinresistenz, PMS oder auch als Angst- und Panikprobleme zeigt. Da kann es sich durchaus auch lohnen, bereits etwas Pflanzliches zu nutzten

Übrigens, bei den Männern heisst es Andropause und diese setzt meist etwas später ein als die Menopause bei den Frauen. Also auch Männer können sich sehr erschöpft, schlaff und wischiwaschi-fühlen. Da lohnt es sich den Testosteronspiegel aber auch den Progesteronspiegel zu messen oder einfach auch mal etwas Pflanzliches zu nutzen. Denn mancher Mann braucht neben ein bisschen mehr Testosteron auch etwas Progesteron. Auch manche Frau braucht neben einem guten Östrogen und Progesteronlevel auch noch etwas Testosteron dazu, um einfach wieder sich selbst zu sein.

Fehlt meinem Körper etwas, damit er sich gesund erhalten kann, versuche ich es ihm zu geben

Seit fast zwanzig Jahren weiss ich, wie es sich anfühlt, wenn mein Körper alles hat, was er braucht: Gute Laune, Energie und Lust, auch abends, nach getaner Arbeit – und keine schmerzenden Gelenke. Ich bin überzeugt, das hat auch mit meiner guten Nährstoffversorgung zu tun. Denn bevor ich supplementierte war das anders.

Jetzt mit der Menopause hatte sich das leider trotzdem verändert. Die Nächte waren unruhig. Der leichte Schlaf hielt mein Gehör wach. Auch das öfters mal Pinkeln gehen oder vor lauter Hitze ein nassgeschwitzter Pyjama wechseln, musste einfach sein. Logisch ist die Erholung dann nicht optimal und die Energie tagsüber hat mehr geschwankt. Die Lust war ebenfalls irgendwie abhandengekommen … Das hatte ich dem hohen inneren Stresspegel zugeschoben.

Was mich neben dem fragilen inneren Thermostat am meisten gestört hat war, dass meine Schleimhäute mehr und mehr vertrockneten. Am ärgsten habe ich das bei meinen Augen gespürt. Nachts, wenn ich aufgewacht bin, hat es sich angefühlt, also ob ich mit offenen Augen geschlafen hätte. Und später am Abend oder auch bei Autofahrten war es so schlimm, dass ich kaum mehr sehen konnte. Einmal hatte sich vor Trockenheit sogar eine Kontaktlinse gefaltet im Auge, während einer Autofahrt. Das war ein echter Angstmoment. Zum Glück hatte ich einen guten Schutzengel, konnte bald anhalten und auf meine Brille wechseln.

Das war für mich der Punkt, wo ich für mich entschieden habe, jetzt müssen neben meinen bereits supplementierten Nährstoffen, auch diese bioidentischen Hormone her. So will ich das nämlich nicht weiter.

Fazit noch 2 Monaten mit bioidentischen Hormonen

Das absolute Highlight der Veränderungen durch die bioidentischen Hormone ist der erholsame, tiefe Schlaf. Der tut einfach gut und meine Akkus sind so am Morgen wieder richtig voll. Tschagaaa! Ich erkenne nun aus eigener Erfahrung, warum der lange und erholsame Schlaf, als einer der wichtigsten Longevity-Punkte gewichtet wird.

Das extrem plagende Thema von trockenen Schleimhäuten hat sich ebenfalls gelegt.
Es ist wieder so wie früher. Meine Schleimhäute sind wieder normal und gut, und zwar alle! Yes, I like that!

Zudem hat sich bei mir auch die Häufigkeit des Pinkelgehenmüssen reduziert. Meistens kann ich jetzt, trotz des 5 dl Mineralienmixgetränkes, das ich vor dem Schlafengehen trinke, bis zum Weckerklingeln am Morgen, liegen bleiben. So sind die Nächte für mich definitiv erholsamer, wenn ich nicht mehr mehrfach aufstehen muss, wegen übermässigem Harndrang. Auch tagsüber klappt es besser mit weniger oft pinkeln gehen müssen. Das, obwohl ich sehr darauf achte, meine 2,5 Liter Wasser und etwa 2 Liter an Nährstoffgetränken täglich zu trinken.

Ich bin mir bewusst, dass diese Hormon-Ergänzungen nun wahrscheinlich ein Teil meines Lebens werden, für geschätzte 20-30 Jahre. Das in erster Linie nicht nur, weil ich mich dann besser fühle, sondern auch für meine Gesundheitsvorsorge.

Was haben Hormon-Ergänzungen mit Gesundheitsvorsorge zu tun?

Für mich bedeuten diese hormonellen Ergänzungen mehr als nur mich „gut“ fühlen. Denn die Hormone Östrogen wie Progesteron tragen beide dazu bei, dass der Knochenabbau verzögert oder eben gar nicht, stattfinden. Bei Frauen in der Menopause, wo diese Hormone mehr und mehr fehlen, passieren gerade am Anfang, grosse Knochenabbauprozesse. Diese verlangsamen sich später zwar wieder, doch ich möchte diese Phase des grossen Verlustes gerne erst in gefühlten 20-30 Jahren in Kauf nehmen müssen.

Wenn die Knochensubstanz weniger wird, werden die Knochen schwächer und brechen leichter. Ich selbst, möchte gerne auch mit 80 Jahren noch an Kletterfelsen herumturnen und nicht Angst haben müssen, dass ein Knochen einfach bricht, nur wenn ich mich mal anstosse.

Und, was ich auch nicht jetzt schon will, sind die anderen Nebenwirkungen die durch den Knochensubstanzabbau passieren. Denn die Stoffe, die sich aus den Knochen lösen, landen im Blut. Dort bleiben sie dann gerne an den Wänden hängen und verursachen Arteriosklerose. Bluthochdruck wird dadurch natürlich auch wahrscheinlich und auf das alles habe ich jetzt wirklich noch kein Bock, und du?

Wie geht es dir?

Eine Frage, die meistens lapidar gestellt wird und wir ebenso oberflächlich beantworten. Doch ich bin der Meinung, wenn wir uns echt und ehrlich austauschen, können wir uns gegenseitig unterstützen. Oft sogar, sofort helfen, das sage ich aus Erfahrung.

Petra Büeler von Petra machts steht vor einem Baum und lächelst verschmitzt in die Kamera
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